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Eine der wichtigsten Fragen und Ungwissheiten dreht sich um die Kosten anwaltlicher Inanspruchnahme: Sind sie abschätzbar? Kann ich mir das leisten? Bin ich vor unangenehmen Überraschungen gefeit?

Ein Anwalt ist teuer - das denken Viele. Aber was heißt "teuer" eigentlich? Zunächst müssen Sie die Dienstleistung eines Anwalts in Relation zu einer Vielzahl von Faktoren setzen. Hierbei gilt es zu bedenken, dass der Anwalt eine vorgeschriebene Qualifikation mitbringt, verbindliche Auskünfte erteilt und für eine Verletzung von Beratungs-, Aufklärungs- und Organisationspflichten haftet. Das unterscheidet anwaltlichen Rat von einer unverbindlichen Auskunft, die Sie von einem rechtskundigen Bekannten oder in kostenlosen Internetforen bekommen. Im übrigen sind Anwaltsgebühren gesetzlich geregelt. Es existiert ein Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (kurz "RVG"), das die Grundlage hierfür schafft. Ein Anwalt kann sich also nicht nach Wildwestmanier bedienen und nehmen, was er will. Er wird das RVG bemühen, um seine Dienstleistung in bare Münze umzusetzen, und dabei wird er mit Ihnen eine Honorarvereinbarung treffen. Und das wird er schriftlich tun. Und mit Sicherheit nicht ohne Begründung. "Nein" sagen können Sie dann immer noch, wenn Ihnen die Begründung nicht einleuchtet oder die Kosten zu hoch erscheinen. Die Vergütung kann unterschiedlicher Natur sein: zeit- und aufwandsunabhängiges Pauschalhonorar oder eine Abrechnung nach Stunden (Zeithonorar). Wenn Sie das erste Mal zum Anwalt kommen nehmen Sie eine sog. Erstberatung in Anspruch. Die Kosten hierfür sind auf maximal € 190 plus MwSt. beschränkt, wenn Sie als Privatperson (also nicht im Rahmen einer unternehmerischen Tätigkeit) beraten werden. Auch ein erfolgsabhängiges Honorar -bis 2008 streng verboten- ist mittlerweile in bestimmten Fällen möglich.

Wenn Sie sich mal als Jurist versuchen wollen können Sie das RVG hier nachlesen. Einführende Informationen gibt auch die folgende Darstellung der Bundesrechtsanwaltskammer: Gebühren und Honorare.

Was ist, wenn ich mir einen Anwalt nicht leisten kann? Rechtlicher Beistand soll nicht am Geldbeutel scheitern. Wenn Sie nur über geringes Einkommen verfügen -bzw., wie es in der Fachsprache heißt, "bedürftig" sind- haben Sie die Möglichkeit, sog. "Beratungshilfe" in Anspruch zu nehmen. Der Staat bezahlt in diesem Fall den Anwalt Ihrer Wahl. Dazu benötigen Sie einen Berechtigungsschein, den Sie entweder in der Rechtshilfestelle beim örtlichen Amtsgericht unter Vorlage Ihrer Einkommensnachweise erhalten oder direkt durch ihren Anwalt beantragen lassen können. Mit Berechtigungsschein zahlen Sie bei Ihrem Anwalt eine Pauschale von 10 Euro. Damit ist die gesamte Tätigkeit abgedeckt - vom Gespräch mit Ihnen über die Kontaktaufnahme mit Dritten bis zum Schriftverkehr mit allen Beteiligten. Auch für den Fall eines evtl. notwendig werdenden gerichtlichen Verfahrens gibt es Hilfe. Sie heißt dann nur anders, nämlich Prozesskostenhilfe. Die genaue Berechnung der für Beratungs- und Prozesskostenhilfe maßgeblichen Einkommensgrenzen bemisst sich nach sozialhilferechtlichen Grundsätzen und hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Wenn Sie Sozialleistungen beziehen (Sozialhilfe, Grundsicherung, ALG II) erübrigt sich eine Berechnung. Es genügt die Vorlage des entsprechenden Bescheides. Haben Sie andere Einkünfte müssen Sie hierüber Nachweise vorlegen (Rentenbescheid, Lohn-/Gehaltsabrechnung, Steuerbescheid bei selbständiger Tätigkeit).